Häufig werde ich gefragt, warum ich zu schreiben begann. Es ist so einfach wie kompliziert.
Hey Du! Willkommen auf dem Blog des Schriftstellers Marcus Paudler. Ich begann zu schreiben, um meine Gedanken und Erfahrungen festzuhalten. Dies wurde zur Routine und so entstand ein Büchlein. Irgendwann verschwand dieses Buch in einer Schublade und geriet in Vergessenheit. Viele Jahre später fiel es mir wieder in die Hände und ich war erstaunt, wieviel ich von dem vergessen oder verdrängt hatte, was ich da las. Es wuchs der Wunsch, diese Erfahrungen zu teilen. Anderen Menschen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Sorgen nicht allein sind.
Schreiben ermöglicht mir, meine Erlebnisse zu reflektieren. Ich hoffe, Inspiration zu bieten, Diskussionen anzuregen und einen Raum zu schaffen, in dem verschiedene Ideen und Meinungen willkommen sind. Welche Themen beschäftigen mich? An welchen Projekten arbeite ich? Was war eigentlich so kompliziert? All das und vieles mehr erfährst du hier! Einmal pro Woche werde ich einen Blogbeitrag schreiben. So mein Plan!
27. oder 28.03.2025
Wie du bereits weisst, hatte ich meine Erfahrungen aufgeschrieben und es wuchs der Wunsch, diese Erfahrungen zu teilen. 2014 war für mich ein prägendes Jahr mit vielen Schicksalsschlägen.
Da saß ich allein an Heiligabend, mit einem Glas Wein, auf meinem Sofa und grübelte über alles mögliche nach. Plötzlich kam mir dieses Büchlein wieder in den Sinn. Ich kramte es hervor und begann darin zu lesen. Das war der Startschuß zu meinem ersten Roman. Ich setzte mich an meinen Laptop und begann, diese Notizen zu einer Geschichte zu kreieren.
So war es, dass ich mich Weihnachten nicht mehr alleine fühlte, sondern es katapultierte mich in meine Vergangenheit und ich konnte so meine Erfahrungen auf meine eigene Weise verarbeiten und reflektieren.
So weit so gut! Die Geschichte war geschrieben, doch es stellte sich nicht dieser innere Frieden ein, wie ich erwartet hatte. Das Jahr 2015 war noch sehr jung, als ich dieses Manuskript einer Freundin zum lesen gab. Nur wenige Tage später saß sie bei mir und ihre Blicke ließen erahnen, dass sie nach den richtigen Wörtern suchte. Wenn ich mich so zurückerinnere … wie nervös ich doch in diesem Augenblick war. Ich hatte Angst, dass es ihr überhaupt nicht gefallen hatte.
Diese Freundin kannte bereits einige Erfahrungen, die ich gemacht hatte, und doch hatte ich große Angst. Würde sie mich mit ganz anderen Augen sehen? Würde sie mich nicht verstehen? Oder mir gar die Freundschaft kündigen? Aber Moment, dann wäre sie nicht gekommen …
Sie schaute mich an und begann zu weinen. Ihren ersten Satz werde ich niemals vergessen. „Und ich dachte, Schwule sind doch immer nett!“ Ich war sichtlich erleichtert. Sie drängte mich damals mit dieser Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Doch meine Angst war zu groß. Was sollten die Menschen von mir denken? Eine toxische Beziehung zu einem Mann gehabt zu haben. Schwach gewesen zu sein! So vieles mit sich machen zu lassen? Nein! Dafür war ich noch nicht bereit. Also verschwand dieses Manuskript wieder in einer Schublade.
Erst 5 Jahre später erlangte dieses Manuskript wieder an neuer Bedeutung. Wegen eines Umzuges hielt ich es wieder in den Händen und der Wunsch wurde immer größer, es nun zu veröffentlichen. Ich war bereit!
Ich schmunzelte, als ich an die Worte einer Freundin dachte und der Titel meines ersten Buches war geboren.
Das dass Buch („Schwule sind doch immer nett …“) über eine toxische Beziehung und über Gewalt in gleichgeschlechtlichen Beziehungen bereit für die Öffentlichkeit war, bestätigten mich darin, dass ich bei meinen Recherchen an die richtigen Menschen geriet. Hatte ich doch überhaupt keine Ahnung, wie man ein Buch veröffentlichte!
Ich lernte einen unwahrscheinlich tollen Menschen kennen, dieser hier nicht genannt werden möchte, der mich seit Beginn meiner Reise unterstützt. Wir arbeiten inzwischen seit 5 Jahren zusammen und ich bin unendlich dankbar für diese Zusammenarbeit. Es ist erstaunlich, was man über die Jahre dazu lernt. Wie man sich weiterentwickelt und es ist verrückt wie viele Fehler ich am Anfang gemacht hatte.
Mit der Veröffentlichung kam auch viel Kritik! Darauf war ich gefasst und vorbereitet. Aber nicht in dem Ausmaß wie es war.
Aber das sind andere Geschichten …
Dein Marcus
(Ps: Wenn dir meine Blogartikel gefallen und du keinen verpassen möchtest, dann schick mir gern eine eine Mail an info@marcuspaudler.de und du erhältst von mir eine Benachrichtigung. Natürlich freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und meine Beiträge teilst.)
20.03.2025
Hey Du! Ich möchte dir zunächst danken, dass du dir die Mühe gemacht hast dich bis zu diesem Blogbeitrag zu klicken. Noch dankbarer bin ich, wenn du dir meine Gedanken durchliest. Genau darum geht es in meinem Blog. Ich schreibe über meine Gedanken und Empfindungen. Über Themen die mich bewegen und über das was mir gerade auf der Seele brennt.
Viele sagen inzwischen, dass ein Blog schreiben keinen Sinn mehr macht. Das es „old school“ ist. Okay! Ich bin ja schließlich auch nicht mehr so taufrisch*lach.
Warum schreibe ich einen Blog?
„Ich möchte unabhängiger von Sozial – Media sein.“
Die Gründe sind ganz einfach.
Natürlich ist das auch wichtig. Das weiss ich! Sonst verkaufe ich keine Bücher. Aber zu welchem Preis? Da ich mit keinem Verlag zusammenarbeite obliegt diese ganze Arbeit mir. Und hier denke ich, dass ich einfach meine Gedanken sprudeln lassen kann. Das du bis hier gelesen hast, sagt mir, dass dich meine Gedanken interessieren. Leider kann ich dir in diesem Blog die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen, da ich mit einer Agentur zusammenarbeite. Sie kümmert sich um meine Homepage und stellt auch diese Beiträge ein.
Vor gut 1.5 Jahren habe ich mich bewußt dazu entschieden, da ich das alles zeitlich nicht mehr stemmen konnte. Und ehrlich gesagt, habe ich auch nicht das technische Geschick dafür. Es kostet mich einfach zu viel Zeit bis ich mich da reingefunden habe. (Für das Erstellen meiner ersten „One Page“ habe ich Monate gebraucht. In den letzten 4 Jahren haben sich meine Werke so vermehrt, dass diese nicht mehr ausreichend war.) Diese Zeit nutze ich lieber zum Schreiben. Da ich mein Schriftstellerleben neben einem Vollzeitjob gestalte, ist meine Zeit sehr begrenzt. Und wie du weisst, ist da auch noch meine Rasselbande. Mein Mann Nathanael, Hund Happy und die 3 Pferde Escada, Campi und Mary. Es wird nicht langweilig bei uns. Das kannst du dir denken.
Wenn es dir aber wichtig ist, mit mir in Kontakt zu treten oder du mir ein Feedback geben möchtest. Ideen oder Anregungen für mich hast, kannst du mich auf all meinen Sozial – Media Kanälen kontaktieren. Ich weiss! So Sorry! Das kostet ein paar Klicks mehr für dich. Aber ich bitte um dein Verständnis. Du kannst mir aber auch gerne eine Mail schicken an: info@marcuspaudler.de. Kein Problem. Ich danke dir für deine Zeit und ich würde mich sehr freuen, wenn du nächste Woche wieder hier bist und nochmals „Herzlich Willkommen“ zu meinem Blog.
Oder ist es doch eher eine Art Kolumne? Hmm …! Das wird die Zeit mit sich bringen.
Bis nächste Woche
Dein Marcus